Hitzlsperger verlässt VfB Stuttgart im Herbst 2022
Der schwule Ex-Kicker ist seit zwei Jahren beim VfB Vorstands-Vorsitzender
Der Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger wird seinen Vertrag beim VfB Stuttgart nicht verlängern.
Wie der Fussball-Bundesligist am Mittwoch mitteilte, werde der frühere Nationalspieler den Verein nach dem Ende der Laufzeit im Herbst 2022 verlassen. Bis dahin bleibe Hitzlsperger auf Wunsch des Aufsichtsrats jedoch im Amt.
«Wir bedauern, dass Thomas seine Tätigkeit für unseren VfB nicht über die vereinbarte Vertragslaufzeit hinaus fortsetzen möchte. Die Beweggründe dafür respektieren wir jedoch», sagte Präsident Claus Vogt, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrats ist und mit dem sich Hitzlsperger zu Jahresbeginn einen heftigen Machtkampf geliefert hatte.
«Thomas macht einen grossartigen Job als Chef unserer AG. Unter seiner Führung hat der VfB sich sportlich sehr gut entwickelt, sich professionalisiert und das Profil eines Klubs erhalten, der für gesellschaftliche Werte wie Toleranz und Nachhaltigkeit steht und sie offen vertritt. Dafür sind wir und bin ich persönlich ihm dankbar.»
Die Gründe für den Rückzug von Hitzlsperger erklärte Vogt nicht. Für die Suche nach einem Nachfolger werde sich der Verein «die gebotene Zeit nehmen».
Der offen schwule Ex-Kicker war vor zwei Jahren beim VfB Vorstands-Vorsitzender geworden (MANNSCHAFT berichtete). Seit 2017 ist er DFB-Botschafter für Vielfalt (MANNSCHAFT berichtete).
Im Sommer hatte er in der Diskussion um die Regenbogen-Beleuchtung des Münchner Stadions die UEFA kritisiert. Diese war bereits im Mai abgelehnt worden (MANNSCHAFT berichtete).
«Die UEFA hat dieses abgelehnt, einfach mit dem Verweis unter anderem auf die Kurzfristigkeit der Anfrage», sagte Hitzlsperger im ZDF. «Und ein paar Wochen später sagen sie, man könnte doch auch einen anderen Spieltag wählen. Und das passt dann nicht mehr zusammen», sagte Hitzlsperger. Die UEFA laufe damit der Diskussion und der Entwicklung hinterher.
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