Wegen Homosexualität: Drei Männer in Nigeria zum Tod verurteilt
Sie waren Mitte Juni festgenommen worden
In Nigeria sind drei Männer wegen homosexueller Kontakte zum Tod durch Steinigung verurteilt worden.
Das Urteil habe ein islamisches Scharia-Gericht gefällt, teilte der Polizeichef der regionalen Verwaltung im Bundesstaat Bauchi im Zentrum des Landes, Adam Dan Kafi, am Freitag mit.
Laut Reuters sind die drei Männer geständig, unter ihnen ist auch ein 70-Jähriger. Sie waren am 14. Juni festgenommen worden. Gegen das Urteil kann nun binnen 30 Tagen Widerspruch eingelegt werden. Jedes von einem Scharia-Gericht gefällte Todesurteil muss noch vom Gouverneur des jeweiligen Bundesstaates bestätigt werden.
In Nigeria, wie in den meisten Gegenden Afrikas, wird Homosexualität tabuisiert. Seit der britischen Kolonialzeit besteht ein «Unzuchts»-Paragraf. In verschiedenen muslimisch dominierten Regionen des Landes müssen Angeklagte sogar mit Peitschenhieben oder gar der Todesstrafe rechnen.
Immer wieder verhaftet die Polizei dort Männer, weil sie im Verdacht stehen, homosexuell zu sein (MANNSCHAFT berichtete). Auch lesbischen Frauen droht in vielen Regionen der Tod durch Steinigung (MANNSCHAFT berichtete).
Trotzdem schiebt das BAMF queere Asylbewerber*innen dorthin ab (MANNSCHAFT berichtete).
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