Queermed hilft bei Suche nach LGBTIQ-freundlichen Praxen
In Österreich gibt es das schon länger
Sara Grzybek aus Köln hat ein Verzeichnis an LGBTIQ-freundlichen Praxen, Mediziner*innen, Ärzt*innen oder Therapeut*innen initiiert. Es soll vermeiden helfen, dass Queers und andere Menschen nicht auf ärztliche Behandlungen verzichten.
Jede*r wolle sich bei ärztlichen Untersuchungen sicher fühlen und respektiert werden, egal wie regelmässig diese stattfinden. Immer wieder gibt es Situationen, in denen Personen aus der LGBTIQ-Community, Menschen mit internationalem Hintergrund oder aufgrund ihres äusserlichen Aussehens Diskriminierung, Ausgrenzung oder unsensible Behandlung fürchten müssen, schreibt Sara auf Queermed-Deutschland.de.
Hier findet sich ein deutschlandweites Online-Verzeichnis für queerfreundliche Ärzt*innen und Mediziner*innen bzw. Therapeut*innen. Über einen anonymen Fragebogen können noch andere Gruppen genannt werden wie bspw. Jüd*innen, Muslim*innen, Menschen mit Behinderung oder mehrgewichtige und wenigergewichtige Personen. Aber auch Personen mit positivem HIV-Status oder Sexarbeiter*innen.
Dieses Projek, das in Unterstützung mit queermed.at und gynformation.de entstanden ist, läuft komplett ehrenamtlich, es werden keine Einnahmen generiert, so Sara.
Sie fand es wichtig, dass es eine solche Übersicht auch in Deutschland gibt. „Vor allem, weil ich gesehen habe,, dass gerade, wenn man nicht einen riesigen Bekanntenkreis hat, den man sonst nach einer Empfehlung fragen möchte, die Suche nach ärztlicher oder therapeutischer Hilfe deutlich erschwert wird“, erklärt sie gegenüber MANNSCHAFT. Viele Gesundheitsthemen seien immer noch mit gewissen Stigmata und Scham behaftet, wie beispielsweise die Psychotherapie.
„Gerade auch aus meinem persönlichen Umfeld weiss ich, wie unangenehm diese schlechten Erfahrungen bei Praxisbesuchen sind und wie sehr sich Menschen nach solchen schlechten Erfahrungen sträuben, neue Praxen aufzusuchen. Und dann lieber verzichten, obwohl es doch triftige Gründe gäbe. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, diskriminierungsfrei gesundheitsbedingte Hilfe in Anspruch nehmen zu können.“ Mit diesem Verzeichnis zeige man nun diese SaferSpaces auf.
Was die bisherigen Empfehlungen angeht, so liegt ein grosser Schwerpunkt bei den einwohnerstärkeren Regionen, die aktuell zu grossen Teilen aus NRW, Baden-Württemberg und aus Berlin kommen. Für Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt gebe es bis dato keine einzige Empfehlung.
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