Queere Filme beim virtuellen Taiwan Film Festival
Seit 2017 gibt es in Berlin das Taiwan Film Festival. Auch in diesem Jahr findet es statt, wenn auch natürlich virtuell und mit zwei sehenswerten queeren Beiträgen.
Vom 21. bis 30. August gibt online (bei Vimeo) neun taiwanesische Filme zu sehen, darunter Werke des international gefeierten Regisseurs Midi Z («City of Jade»), eine Dokumentation über taiwanesische Schwarzbären und Schwertkampf-Klassiker in Schwarzweiss («Vengeance of the Phoenix Sisters»).
Ein kleiner Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf LGBTQ-Dokumentarfilmen, sicherlich auch deswegen, weil Taiwan 2019 als erstes Land in Asien die Ehe für alle einführte (MANNSCHAFT berichtete). Zu sehen ist dabei «Small Talk», in dem die Regisseurin Huang Hui-chen sich mit ihrer lesbischen Mutter auseinandersetzt. Der Film wurde 2017 auf der Berlinale mit dem Teddy Award ausgezeichnet.
Der zweite queere Film im Programm ist «Taipeilove*» über den Umgang mit Homosexualität in der taiwanesischen Gesellschaft und den Kampf für LGBTIQ-Rechte.
Sooner zeigt Queeres, Preisgekröntes und Serien
Für 15,40 Euro gibt es das Festivalticket, mit dem sich sieben Tage lang innerhalb Deutschlands sämtliche Filme (natürlich alle mit englischen Untertiteln) bis zum 30. August sichten lassen. Mehr Infos rund um das Taiwan Film Festival finden sich hier.
Taiwan ist das wohl LGBTIQ-freundlichste Land Asiens, hier findet alljährlich die grösste Pride des Kontinents statt. Seit einem Jahr können hier gleichgeschlechtliche Paare heiraten. Der neue Dokumentarfilm «Taiwan Equals Love» zeigt jedoch, dass das neue Gesetz immer noch einige Paare aussen vor lässt (MANNSCHAFT berichtete).
GagaOOLala ist ein LGBTIQ-Streamingdienst aus Taiwan und seit Mai auch im deutschsprachigen Raum verfügbar. Zu sehen gibt es Produktionen aus der ganzen Welt, vorerst noch mit englischen Untertiteln (MANNSCHAFT berichtete).
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