Nach Terroranschlag in Oslo – Grösste Pride-Parade Skandinaviens
Auch US-Botschafter Erik Ramanathan war dabei
Sechs Wochen nach einem tödlichen Angriff rund um eine Schwulen-Bar im benachbarten Norwegen fand in Schweden die grösste Pride-Parade Skandinaviens statt. Eine grosse Menschenmenge machte sich am Samstag auf, um feiernd durch Stockholm zu marschieren und dabei für Liebe, Menschenrechte und sexuelle Vielfalt einzustehen.
Rund um die Festwagen tanzten sich die Teilnehmer*innen durch die schwedische Hauptstadt, viele schwenkten dabei fröhlich Regenbogenflaggen. Auch Schwedens Aussenministerin Ann Linde trug ein regenbogenfarbenes Outfit. «Wir zeigen während Stockholm Pride unsere echten Farben», schrieb sie dazu auf Twitter. (MANNSCHAFT berichtete über Lindes Teilnahme am Baltic-Pride in Vilnius.)
Die Stockholmer Pride-Parade gilt als die grösste in ganz Skandinavien. Die Veranstalter*innen erwarteten rund 50.000 Teilnehmer*innen sowie etwa eine halbe Million Menschen am Strassenrand. Die Corona-Pandemie hatte grössere Paraden in den beiden vergangenen Jahren verhindert.
Vor einer grossen Pride-Parade in der norwegischen Hauptstadt Oslo hatte Ende Juni ein Angreifer in der Nähe einer beliebten Schwulen-Bar Schüsse abgefeuert. Zwei Menschen starben, 21 weitere wurden verletzt (MANNSCHAFT berichtete).
Der norwegische Geheimdienst PST stufte den Angriff als islamistischen Terroranschlag ein. Die Polizei geht unter anderem der Theorie nach, dass sich die Tat explizit gegen Homosexuelle gerichtet haben könnte.
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