«The Pride»: Regisseur Paul Glaser gewinnt Hamburger Theaterpreis
In dem Stück geht es um eine Dreiecksbeziehung im Jahr 1958
Beim diesjährigen Hamburger Theaterpreis wurde Paul Glaser für seine herausragende Regiearbeit in «The Pride» ausgezeichnet.
«Die diesjährigen Preisträger*innen machen die ungeheure Vielfalt der Theaterlandschaft Hamburgs sichtbar», sagte Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Carsten Brosda, bei der Preisverleihung am 13. November. Auf Kampnagel wurden neun Preisträger*innen in fünf Kategorien ausgezeichnet.
Der gebürtige Schwede Paul Glaser wurde dabei für seine Regiearbeit geehrt. Der künstlerische Leiter des English Theatre of Hamburg habe mit seiner Interpretation von Alexi Kaye Campbell’s «The Pride» das Publikum und die Jury gleichermassen begeistert, hiess es in der offiziellen Begründung.
Das Stück, das eine Dreiecksbeziehung im Jahr 1958 beleuchtet, verbinde auf subtile Weise Komödie und Tragödie und mache gleichgeschlechtliche Liebe zum zentralen Thema. Neben seiner Regiearbeit hat Glaser, der auch als Komponist tätig ist, für «The Pride» eigene Musikstücke geschrieben, die der Inszenierung eine besondere Note geben würden.
Glasers Karriere begann als Schauspieler. Nach einer Ausbildung an einer angesehenen Schule für darstellende Kunst führte sein Weg zu Engagements an bekannten Theatern. Unter seiner Leitung hat sich das English Theatre of Hamburg zu einem wichtigen englischsprachigen Theater in Deutschland entwickelt und zieht Besucher weltweit an.
Der Hamburger Theaterpreis, der seit 2006 verliehen wird, bestätige nun Glasers Talent und seinen Einfluss auf die Theaterkunst. «Er unterstreicht seinen Erfolg bei der Etablierung und Förderung des englischsprachigen Theaters in Hamburg und dessen Rolle als kulturelle Brücke. Glaser wird das Publikum sicher auch in Zukunft mit innovativen Inszenierungen bereichern», erklärten die Veranstalter*innen in einer Mitteilung.
Das neue Document-Journal zeigt auf dem Cover die lesbische Schauspielerin Jodie Foster. Abgelichtet hat sie dafür der schwule Fotograf Wolfgang Tillmans (MANNSCHAFT berichtete).
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